VIELLEICHT. MADSEN

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puh. wo soll ich bei diesem lied anfangen?
für mich ist es DAS lied für eine ganz, ganz große liebe. wir träumten vom ganz großen. vom ganzen. von allem. von den gemischten tüten, mit lakritz UND nougat. vom davonlaufen und heiraten. vom knutschen in dunklen hinterhöfen. von einer welt, wie sie uns gefällt. mit mut und tatkraft. mit fantasie und blauem meer. von eckigen autos und schweigen am frühstückstisch, das nicht peinlich ist. von bedingungslosigkeit und gänseblümchen. von einer zeitblasenmaschine, mit der wir durch unsere welt zogen. die uns ausspuckte, wo wir bleiben wollten: mississauga, stuttgart, offenbach am main – egal, wir machten es uns überall schön. wochenlang. wir verdrängten die realität, so gut es ging. so ist das mit der liebe. je mehr du dich wehrst, umso heftiger tanzen die hormone. alles ist erlaubt. es gibt keine kompromisse. sie kommt, reisst dich mit wie ein tsunami, hebt dich aus den angeln, als ob es kein morgen gibt. das jetzt und hier angefüllt mit schmetterlingen. wir klebten an den lippen des anderen. die zeit blieb still stehen.

leider ist die blase geplatzt. das große unheimlich gute, war zu unheimlich. als alles an fahrt aufnahm, als es losgehen sollte, sprang einer aus unserer zeitblasenmaschine raus. und das leben – ohne vorwarnung grausam und grau. kaum weiß. und ganz viel schwarz. mein herz zerbrochen, zersplittert in mm-kleine stücke. und dann war da dieses lied. auch andere daran gescheitert, dass ein vielleicht nicht genügt. nicht genügen kann. dass es menschen gibt, die angst vor entscheidungen haben. vor sich selbst. denen der mut fehlt, genau zusagen, was sie wollen. und tragischerweise auch beziehungen leben, die auf einem vielleicht fussen. von menschen, die sich um sich selbst drehen, unfähig entscheidungen zu treffen und damit so verletzen.

liebeskummer muss nicht immer in moll und mit taschentuch sein. ab und zu braucht es einen kanal, um alles loszuwerden. dieses lied geht nach vorne. vielleicht ist das das ende. es war auf jeden fall der anfang von etwas anderem … madsen hilft. denn ein vielleicht ist nie genug.

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